{"id":626,"date":"2018-05-19T14:17:21","date_gmt":"2018-05-19T14:17:21","guid":{"rendered":"http:\/\/mostly-harmless.org\/?p=626"},"modified":"2018-05-19T14:17:21","modified_gmt":"2018-05-19T14:17:21","slug":"guatemala","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mostly-harmless.org\/?p=626","title":{"rendered":"Guatemala"},"content":{"rendered":"<p>Die Einreise nach Guatemala war eindrucksvoll; um acht Uhr fuhr unser Colectivo von San Cristobal zur guatemaltekischen Grenze los, wo nach dem Grenz\u00fcbergang weitere Colectivos zur Fahrt in die n\u00e4chstgelegenen St\u00e4dte sein sollten. Etwa 6 km vor der mexikanischen Grenze fand jedoch ein Aufstand statt. Wie wir sp\u00e4ter herausfinden sollten, wurde ein Projekt zur Installation einer Trinkwasseranlage f\u00fcr das Grenzdorf durch Korruption bis ins unendliche hinausgez\u00f6gert und jetzt war den Einwohnern der Kragen geplatzt. Die Strasse zur Grenze (Haupt-Grenz\u00fcbergang der zwei L\u00e4nder) war f\u00fcr Fahrzeuge gesperrt seit zwei Tagen und f\u00fcr f\u00fcnf weitere. Der Chauffeur lud uns aus und schickte uns zu Fuss weiter; es seien nur 15 bis 20 Minuten zur Grenze. Ausser mir schien die Ungereimtheit zwischen Distanz und Dauer niemandem aufzufallen und so machte sich die bunte Mischung aus Locals und Reisenden gr\u00f6\u00dftenteils in Flipflops und einer mit einem 70 L M\u00fcllsack als Gep\u00e4cktasche auf den Weg. An der Stelle war ich Mal wieder froh, nicht mehr wie in Vietnam mit Rucksack, sondern mit Rolltasche zu reisen. An der mexikanischen Grenze durchgelassen waren es weitere 6 km zur guatemaltekischen; gl\u00fccklicherweise nahm uns ein freundlicher Local, der innerhalb der Barrikade wohnte, auf der Rampe seines Pickups mit &#8211; ganz sch\u00f6n kuschelig zu zehnt und v\u00f6llig verschwitzt von der Stunde laufen vorher&#8230;<br \/>\n\u00dcber der Grenze wurde es dann noch wilder: eine gewundene Bergstrasse, mehr Loch als Strasse, lud die Fahrer der umgebauten, bunt in christlichen Mottos bemalten und wild mit Unmengen LED beleuchteten amerikanischen Schulbusse dazu ein, die Strassenseiten st\u00e4ndig zu wechseln. Unser werter Fahrer fuhr auf der (damals vermutlich noch intakt) mit 40 km\/h ausgeschilderten Strasse meistens 70, w\u00e4hrend er am Telefonieren und Instant Noodles am Essen war. Dazu lief ein Soundtrack von Reggaeton, dann mexikanischem Romantik-Rock, dann guatemaltekischem Eros Ramazzotti und schliesslich Backstreet Boys. &#8220;Schliesslich&#8221; an der Stelle bezieht sich auf den Zeitpunkt, wann ich mir die Karte unseres Ankunftsortes einpr\u00e4gte und die letzten Reserven an Handyakku zum musikh\u00f6ren aufbrauchte. Etwa zw\u00f6lf Stunden nach Abfahrt kam ich in Panajachel an und fiel ohne Essen ins Bett.<br \/>\nAm Tag darauf nahm ich das Wassertaxi nach San Marcos, einem Dorf mit einigen wenigen Hippies, und haupts\u00e4chlich amerikanischen expats, die einem Zeug verkaufen wollen, das Dich auch zum Hippie macht und schlussendlich genug Reisenden, die diese einmalige Gelegenheit nutzen. Ich verbrachte die meiste Zeit in meinem sch\u00f6nen Hostel am Lesen und im Gespr\u00e4ch mit anderen Reisenden, die auch grad eine kleine Erholpause machten.<br \/>\nHeute, an meinem dritten Tag in Guatemala, fuhr ich weiter nach San Pedro, dem Backpacker-zentrum des Sees, wo ich die Arrangements f\u00fcr meinen Aufenthalt in Antigua, den 2 Tagestrip auf den Vulkan in der N\u00e4he, sowie den 5 Tagestrip zu einer neu gefundenen Maya-Ruinenstadt, welche momentan von Arch\u00e4ologen ausgegraben wird, organisierte.<br \/>\nDamit ist der Monat verplant&#8230; Leider fand ich erst nachdem Bus nach Antigua und Hostel dort gebucht waren, heraus, dass von einem weiteren Dorf am See Tauchg\u00e4nge zu versunkenen St\u00e4dten (der See war Mal weniger voll) stattfinden. Aufgrund der anderen Termine und der Einschr\u00e4nkung, nach dem Tauchen 18 h nicht \u00fcber die Passstrassen vom See wegfahren zu k\u00f6nnen, h\u00e4tte es eh nicht mehr dringelegen, ohne die Vulkantour abzusagen. Trotzdem schade!<br \/>\nAm Abend fand ich im lokalen Party-hostel noch ein pubquiz, wo unser Team ordentlich abr\u00e4umte; alle drei Bonusrunden gewonnen (je ein Shot f\u00fcr alle Teammitglieder) und zuletzt den zweiten Platz von 9 Teams &#8211; die 200 Q Preisgeld versoffen wir auch wieder direkt und so spiegelte sich die Natur von San Pedro wider in meiner Ern\u00e4hrung an dem Tag: 2 St\u00fcck Pizza, 3 Bier, 5 Shots tequila \ud83d\ude42 Der Kater heut Morgen h\u00e4lt sich in Grenzen, aber ich bin froh, erst um eins wieder mit dem Colectivo weiter nach Antigua zu fahren!<br \/>\nMein erster Eindruck von Guatemala ist gepr\u00e4gt von Fliegen, Hunden, wundersch\u00f6nen Bergen und vielen Aussteigern, prim\u00e4r aus Nordamerika.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Einreise nach Guatemala war eindrucksvoll; um acht Uhr fuhr unser Colectivo von San Cristobal zur guatemaltekischen Grenze los, wo nach dem Grenz\u00fcbergang weitere Colectivos zur Fahrt in die n\u00e4chstgelegenen St\u00e4dte sein sollten. Etwa 6 km vor der mexikanischen Grenze fand jedoch ein Aufstand statt. Wie wir sp\u00e4ter herausfinden sollten, wurde ein Projekt zur Installation einer Trinkwasseranlage f\u00fcr das Grenzdorf durch Korruption bis ins unendliche hinausgez\u00f6gert und jetzt war den Einwohnern der Kragen geplatzt. 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