{"id":712,"date":"2018-06-13T03:09:19","date_gmt":"2018-06-13T03:09:19","guid":{"rendered":"http:\/\/mostly-harmless.org\/?p=712"},"modified":"2018-06-13T03:17:50","modified_gmt":"2018-06-13T03:17:50","slug":"utila","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mostly-harmless.org\/?p=712","title":{"rendered":"Utila"},"content":{"rendered":"<p>Den ersten Tag in Utila verbrachte ich mit zwei Tauchg\u00e4ngen, welche ich trotz Erk\u00e4ltung (vermutlich vom kalten belizer Flughafen) noch absolvierte, und dann auskurierend im Bett. Tag 2 komplett im Bett. An Tag 3 ging ich meine W\u00e4sche abholen bei Maria, einer \u00e4lteren Dame und kam dort ins Gespr\u00e4ch mit ihr und ihrem Mann Cleveland. Er hatte eine interessante Geschichte zu erz\u00e4hlen. Wir begannen auf Spanisch zu sprechen und irgendwann fragte er mich, woher ich sei. Ich sagte, dass ich in der Schweiz wohne, und er verwechselte es mit Schweden und sprach mich auf schwedisch an. Als ich ihm erkl\u00e4rte, dass ich ihn nicht verstehe, wechselten wir auf Englisch, wo er dann Switzerland erkannte; Suiza war ihm kein Begriff. Es stellte sich heraus,dass er fr\u00fcher Matrose war und schon so ziemlich \u00fcberall mal gewesen ist; er spricht Spanisch, Englisch, schwedisch, norwegisch und Portugiesisch nach eigenen Angaben fliessend und kann sich in praktisch jedem Land mit Hafen verst\u00e4ndigen. Am Abend ging ich bei einem kleinen Thai Restaurant essen, sie haben Platz f\u00fcr sechs G\u00e4ste. Der Wirt, Koch, Besitzer und Servierd\u00fcse ist der Kanadier Stewart, der 1989 hierher kam, als noch 200 Leute auf der Insel lebten. Er gr\u00fcndete mit einem Freund zusammen das Utila Divecentre, in dem ich auch tauche. Sie starteten mit Kanus und normalen Kompressoren und machten damals ohne Ahnung vom Tauchen heute undenkbare Tauchg\u00e4nge,sowohl in Tiefe als auch in aufeinanderfolgenden Tauchg\u00e4ngen. Die Lobster Fischer waren damals die Verr\u00fccktesten; diese machten 10 Tauchg\u00e4nge am St\u00fcck, ohne auch nur aus dem Wasser zu kommen&#8230; sowas bringt dich in k\u00fcrzester Zeit um. Er erz\u00e4hlte eine Story, dass sie einmal keine Filter mehr hatten und gebrauchte Filter von einer mMtorradwerkstatt f\u00fcr die Kompressoren nutzten. Als sie die Kunden danach fragten, wie das Tauchen war, strahlten die ihnen mit pechschwarzen M\u00e4ulern entgegen und fanden super! 5 Jahre sp\u00e4ter ging er nach Thailand, um dort Kunstschmied zu lernen. Er machte das f\u00fcr 20 Jahre und kehrte dann, vor 4 Jahren, zur\u00fcck nach Utila, wo er sein Restaurant er\u00f6ffnete. An der Stelle wurde ich noch aufmerksamer, da ein Kunstschmied sicher auch einen Dremel mit Polierscheibe hat. So fragte ich ihn danach und erkl\u00e4rte meine Situation mit den Kontakten der Kamera. Er empfahl mir, zuerst bei Chris vorbeizuschauen, der sei ein wahres Genie mit Elektronik und falls dieser auch die Kontakte als Problem identifizierte, k\u00f6nnte ich nochmals bei ihm vorbei kommen. Er hat auch schon seinen Laptop repariert, der funktioniere wieder perfekt; man darf ihn einfach nicht zuklappen. Chris f\u00e4nde man, indem man durch das argentinische Restaurant &#8220;Che something or another&#8221; durchgeht und dann hinten die Treppe hoch wo es zu dem Privatkino geht. Und so startete meine Suche nach dem Passierschein A38 am folgenden Tag.<br \/>\nKurz vor 9 war ich bei Che Pancho, welches aber leider noch nicht offen war. Auf dem Weg dahin hatte ich aber ein Schild f\u00fcr Reparaturen von Handys gesehen und dachte mir, versuche ich mein Gl\u00fcck halt dort. Als ich im Laden war, sah ich nur einen kleinen Supermarkt. Ich fragte drinnen, ob sie auch Elektronik reparieren und er meinte nein, aber ich k\u00f6nne es bei compucell probieren, die seien 2, 3 Minuten die Strasse runter. Als ich nach 10 immer noch nichts sah, drehte ich wieder um und kam mit ebenso wenig Gl\u00fcck fast wieder zum Supermarkt zur\u00fcck. Auf der Strasse sah ich drei Polizisten, die mir weiterhelfen konnten. Sie beschrieben genau den Ort, wo der Supermarkt ist. Der Reparaturladen war sein direkter Nachbar, mit einem Ladenlokal etwa 5 m breit&#8230; Drinnen schilderte ich den aufgestellten Mitarbeiter mein Problem, aber er war mit Kameras nicht vertraut und wollte es nicht machen. Also fragte ich ihn nach Kontaktreiniger. Den hat er auch nicht, aber ich k\u00f6nne es in der ferreter\u00eda probieren, die sei 2, 3 Minuten die Strasse runter. Gepr\u00e4gt von meiner vorherigen Erfahrung fragte ich ihn nach der Strassenseite. Er starrte mich f\u00fcr zwei Sekunden mit leerem Blick an und meinte dann &#8220;beide. Es hat viele.&#8221; Etwas skeptisch aber ohne Alternative machte ich mich auf die Suche und fand tats\u00e4chlich auf Anhieb eine, welche auch Kontaktspray hatte. Als ich nach Wattest\u00e4bchen oder \u00e4hnlichem zum Aufbringen fragte, sagten sie, das haben sie nicht. Mein inquisitiver Blick nach einem Tipp, wo ich das kaufen k\u00f6nnte, ging ins Leere. Also machte ich mich zur\u00fcck auf den Weg in den Supermarkt, wo ich als zweites am Morgen war und fragte dort danach. Nein, hat er nicht. Aber ich k\u00f6nne es in einem anderen Supermarkt probieren, der sei 2, 3 Minuten die Strasse runter. Ich fand ihn und zu guter Letzt auch die Wattest\u00e4bchen. Derart ausger\u00fcstet machte ich mich auf den Weg ins Hostel, wo ich hoffte, den \u00f6ffentlichen PC zur Reparatur meines Handys parallel zur Kamerareparatur nutzen zu k\u00f6nnen. Da dieser keinen Zugriff auf die normale Windows Oberfl\u00e4che zuliess,fragte ich das M\u00e4del an der Rezeption, ob ich ihren brauchen kann. Klar, sie wolle grad eh Pause machen, ich soll mich in der Zeit einfach so gut wie m\u00f6glich um etwaige Kundschaft k\u00fcmmern. Also richtete ich mich dort ein und in k\u00fcrzester Zeit sah es aus wie Zuhause auf meinem Schreibtisch: halb auseinander gebaute Elektronik, Kabel, viele Fenster am PC offen, eine Aerosolflasche mit \u00e4tzender Fl\u00fcssigkeit und Punk pl\u00e4rrte aus den Lautsprechern. Ich war in meinem Element wie seit Antritt der Reise nicht mehr. Resultat: Handy geht wieder, allerdings momentan ohne WhatsApp, da die Verifizierung per SMS nach Honduras scheints nicht problemlos geht (ich telefoniere morgen noch mit salt) und Kamera geht sporadisch; diese braucht wohl noch ein paar Zyklen Reinigung. Bei R\u00fcckkehr des M\u00e4dels von der Rezeption bekam ich als Dankesch\u00f6n f\u00fcr !eine wertvolle Arbeit noch zwei Mangos als Bezahlung!<br \/>\nDa ich den Tag durch nur ein Bananenbrot hatte, wollte ich am Abend noch eine feine Holzofenpizza im Restaurant des Hostels geniessen. Dorf lief mir Kfir \u00fcber den Weg! Wir konnten es beide nicht fassen! (Er ist der Israeli, mit dem ich 5 Tage auf dem Dschungeltrek war) Er schafft als Volunteer bei einer reichen amerikanischen expat im Garten f\u00fcr ein paar Wochen. Wir feierten das Wiedersehen mit Pizza und Bier und machten f\u00fcr morgen wieder ab. Seine Schwester, die ich sogar noch lieber wiedergesehen h\u00e4tte, hatte leider genug von Lateinamerika und war nach Holland geflogen \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den ersten Tag in Utila verbrachte ich mit zwei Tauchg\u00e4ngen, welche ich trotz Erk\u00e4ltung (vermutlich vom kalten belizer Flughafen) noch absolvierte, und dann auskurierend im Bett. Tag 2 komplett im Bett. An Tag 3 ging ich meine W\u00e4sche abholen bei Maria, einer \u00e4lteren Dame und kam dort ins Gespr\u00e4ch mit ihr und ihrem Mann Cleveland. Er hatte eine interessante Geschichte zu erz\u00e4hlen. Wir begannen auf Spanisch zu sprechen und irgendwann fragte er mich, woher ich sei. 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